Auch an der Grenze von Uhlenhorst und Barmbek Süd wurde mal im großen Stil Bier gebraut. Direkt am Winterhuder Weg lag am Ende des Uhlenhorster Kanals eine große Brauerei. Der alte Löschplatz am Ende des Kanals deutet heute noch an, dass hier einst Warenumschlag in größerem Stil stattfand. Das Brauereigelände wurde nach den starken Zerstörungen des Kriegs mit einem Büro- und Gewerbehof bebaut.
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Auch in diesem Luftbildvergleich lässt sich die dichte Großstadtbebauung des gründerzeitlichen alten Barmbeks noch gut erahnen. Gut zu erkennen ist direkt hinter der Brauerei die damals auch in Barmbek weit verbreitete Hamburger Wohnterasse, die in städtebaulicher Tradition der Gängeviertel der Innenstadt steht. Quer zu den Vorderhäusern erstreckten sich Gänge in die Innenhöfe, die beidseitig mit meist zwei- bis dreigeschossigen sogenannten „Terassenhäusern“ bebaut waren. Insbesondere im hier angrenzenden Komponistenviertel gab es eine Menge dieser Wohnterassen zwischen Schumann- und Humboldtstraße. Aber auch im übrigen Hamburg östlich der Alster waren sie weit verbreitet.
Während auf der Uhlenhorster Seite des Winterhuder Wegs einige zusammenhängende Altbaubereiche fortbestehen, blieb auf der Barmbeker Seite nahezu nichts übrig. Die einstige Brauerei am Winterhuder Weg unterbrach die ansonsten durchgehende Wohnbebauung nur kurz. Heute erinnern nur noch ein paar opulente Altbauten auf der Nordseite der Straße in Richtung Mundsburg an die einst dichte Wohnbebauung. Optimiert für den Kfz-Verkehr ist der Winterhuder Weg als lärmende Hauptverkehrsstraße und Teil der Bundesstraße 5 für Wohnnutzung heute kaum mehr geeignet.
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